Zu unserer großen Freude hat ein Turmfalkenpärchen die ihnen angebotene „Wohnung“ gefallen und sie sind eingezogen. Jetzt hoffen wir auf Nachwuchs! Vielen Dank an Herrn Rietschel und den Verein für Naturkunde Mannheim e.V., der diesen Nistkasten befestigt hat.

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Art: Turmfalke (Falco tinnunculus)

Der Turmfalke ist der weitest verbreitete europäische Falke und einer der häufigsten Greife Mitteleuropas. Sein Brutareal erstreckt sich weit über Europa, Asien und  Afrika. In Mittel-, West- und Südeuropa ist er häufig Jahresvogel, nördliche und östliche Brutpopulationen überwintern weiter westlich und südlich in Europa, in Nordafrika und Asien. Hinsichtlich des Lebensraumes ist er nicht wählerisch. Er hält sich an Waldrändern, in offenem Gelände mit Feldgehölzen , in Felslandschaften und Steinbrüchen auf, horstet aber auch in Städten an Kirchtürmen oder anderen Gebäuden.

Ernährung:  Der Turmfalke schlägt überwiegend Kleinsäuger, v.a. Wühlmäuse. In Mitteleuropa sind Feldmäuse… Daneben erbeutet er Eidechsen, Insekten und gelegentlich auch Regenwürmer oder Nacktschnecken.

Lebensweise: Der ausgesprochene Bodenjäger jagt seine Beute vom Ansitz aus oder aus dem Suchflug mit häufigem für ihn charakteristischem Rütteln. Im Sommer haben beide Jagdarten etwa gleiche Bedeutung, im Winter wird die energiesparende Ansitzjagd bevorzugt. Käfer oder Heuschrecken erbeutet der Turmfalke teilweise auch „zu Fuß“.

Fortpflanzung: Turmfalken leben vermutlich in Dauerehe. Sofern die Vögel nicht im Brutrevier überwintern, besetzten sie Letzteres im März/April. Die Bald fällt durch eindrucksvolle Balzflüge und häufige Rufe auf.

Als Brutplätze dienen Höhlen und Nischen am Felsen, Steinbrüchen oder Gebäuden sowie die Nester von v.a. Krähen und Elstern, mitunter auch Nistkästen. Der Terzel versorgt das brütende Weibchen. Nach dem Ausfliegen mit 28 bis 32 Tagen wird den Jungvögeln noch ca. 4 Wochen Beute zugetragen.

Art:  Nilgans (Alopochen aegyptiacus)

Vorkommen und Lebensraum: Ursprünglich in Afrika beheimatet, gelangte die Nilgans als Parkvogel nach Europa. Nach Verwilderung breitete sich die Neozoe vor allem in den Niederlanden erfolgreich aus und ist heute in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich angesiedelt.

Ernährung: Nilgänse fressen überwiegend pflanzliche Kost, vor allem Gräser. Sie weiden auf Wiesen, nehmen Getreidesaat und besuchen gerne auch Mais-  oder Rübenmieten.

Lebensweise und Fortpflanzung: Die Halbgänse leben vor allem zur Brutzeit streng territorial und dulden keine anderen Entenvögel in der Nähe. Ihre Brutplatzwahl ist flexibel: Das Nest legen sie in Röhricht oder zwischen Steinen an, bebrüten mitunter auch in großer Höhe… Die Jungvögel werden von beiden Eltern geführt und sind mit 9 bis 10 Wochen beflogen.

Textquelle: E. Ophoven, Kosmos Wildtierkunde (2013). 3. Aktualisierte Ausgabe; Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.KG, Stuttgart

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